Sonntag, 31. Juli 2011

Zurück zum Alltag?

Annerose ist nun schon über eine Woche zu Hause. Mittlerweile histet sie so gut wie nicht mehr und macht auch so einen ganz fitten Eindruck. Trotzdem versuche ich nach wie vor ihr Ruhepausen in den Tag einzubauen. Das ist gar nicht so leicht. Schließlich sind da noch vier andere Kinder, die auch noch bedacht werden wollen. Zum Beispiel die Großen. Sie hatten sich gefreut. wir wollten in den Ferien eigentlich ein paar, wenn auch kleine Ausflüge machen. Um Annerose zu schonen, haben wir die auf ein Minimum reduziert, durch das ständige zu Hause sitzen, sind die zwei aber auch irgendwie genervt und ich frage mich die ganze Zeit, wie ich den beiden gerecht werden kann.
Wenn Annerose Mittags schlafen soll, findet sie es ungerecht, dass Doro nicht schlafen muss - wie kann ich dem gerecht werden? Wenn Dorothea Mittags schläft, schläft sie Abends nicht und hier ist noch stundenlang "Wiederauferstehung" - damit ist auch keinem geholfen und schon gar nicht Annerose, die ja mit ihr in einem Zimmer wohnt und ihren Schlaf braucht.
Die beiden Kleinen hatten sich so auf den Ausflug in den Tierpark mit dem Kindergarten gefreut. Dorothea hätte ja auch ohne Probleme mitgekonnt, aber Annerose war total enttäuscht. Schließlich fühlt sie sich ja wieder gesund. Also bin ich mit Konstantin und den beiden mitgefahren. Wir sind aber nicht mit dem Bus gefahren, sondern mit unserem Auto, damit Annerose nicht ganz so weit laufen musste. Trotzdem hatte ich hinterher ein bischen Angst, dass es zu viel für sie gewesen sein könnte. Aber wie macht man das richtig?
Die Kinder ständig Filme gucken zu lassen ist auch nich wirklich der Weisheit letzter Schluss: Erstens bin ich kein großer Freund davon, die Kinder vorm Laptop zu parken und zweitens findet Konstantin es voll langweilig, wenn seine großen Schwestern dauernd in den Kasten reingucken. Naja und dann sind am Laptop so viele Knöpfe auf die man drücken kann... und ganz abgesehen davon, dass es für den kleinen Mann nicht so übermäßig gut ist stundenlang vom Filmgedudel belabert zu werden.
Im Moment hab ich irgendwie jedem meiner Kinder gegenüber ein "schlechtes Gewissen". Egal wie und wo ich die Sache anpacke einer langweilt sich bestimmt oder hat das Gefühl benachteiligt zu werden. Im Moment wünsche ich mir echt , ich könnte mich wenigstens tageweise in zwei Hälften aufteilen. Die eine macht einen Ausflug mit dem einen Teil und die andere spielt oder malt mit Annerose. Aber das funktioniert leider nicht. Also versuche ich, dass Beste aus der Situation zu machen. So viel Aktion wie nötig und so viel Ruhe wie möglich unter einen Hut zu bringen und hoffe dabei, dass Gott unsere Annerose vor einem Rückfall bewahrt. Mehr geht nicht - Leider!

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