Donnerstag, 30. Juni 2011

Befiehl du Deine Wege



 Befiehl du deine Wege,
und was dein Herze kränkt,
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt!
Der Wolken, Luft und Winden,
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann. 


Dem Herren mußt du trauen,
wenn dir's soll wohlergehn;
Auf sein Werk mußt du schauen,
wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
und mit selbsteigner Pein
läßt Gott sich gar nichts nehmen:
Es muß erbeten sein.

 Weg' hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt dir's nicht;
Dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht,
dein Werk kann niemand hindern,
dein' Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun. 

 Ihn, ihn laß tun und walten,
er ist ein weiser Fürst
und wird sich so verhalten,
daß du dich wundern wirst,
wenn er, wie ihm gebühret,
mit wunderbarem Rat
die Sach' hinausgeführet,
die dich bekümmert hat. 


Mit den Strophen dieses alten Liedes möchte ich heute beginnen. Heute durfte ich das so klar erleben. Dorothea bekam ja vor einigen Wochen ihr Medikament erhöht. Seitdem hatte sie immer wieder Bauchschmerzen und so langsam hab ich mir Sorgen gemacht. Die von unserer Kinderärztin angeordnete Blutuntersuchung erbrachte, dass ihre Leberwerte erhöht sind. Der Kinderneurologe war erst heute Mittag erreichbar und ich saß da und hab mir die übelsten Gedanken gemacht. Wie das wohl jetzt wird, ob sie ins Krankenhaus muss, wie ich das auf die Reihe bekomme und so weiter. Nebenbei lief die CD des Oranienburger Gemeindechores und auf einmal trifft mich dieses Lied so richtig ins Herz. Auf einmal wurde mir so richtig klar, wie blöd ich doch bin, da weiß ich noch nicht einmal genau, was wird und versuche es schon zu organisieren. Dabei weiß er doch schon längst Bescheid. Ich hab gebetet und auch meine Geschwister und unsere Freunde gebeten für uns und den Telefontermin bei unserem Arzt zu beten. 
Das Ergebnis dieses Gesprächs ist nun, dass wir die Dosis wieder reduzieren, die Leberwerte regelmäßig kontrollieren und Dorothea beobachten. Wenn sie wieder Anfälle bekommt, muss sie ein weiteres Medikament nehmen. Ich weiß nun immer noch nicht, wie es weitergeht, schließlich hatte sie unter der niedrigeren Dosis auch einen Anfall. Aber ich weiß, dass ER die Geschichte schon durchgedacht hat. Das macht mich ruhiger.

1 Kommentar:

  1. Gott ist genial! Er hilft uns oft im Alltag, gerade durch so Lieder! Echt super! Ja, mir geht es auch oft so, die Sorgen sind oft schneller da, als man zu Jesus geht!
    Ich bete für Gesundheit! Gottes Segen für Deine Tochter und Euch als Familie!
    Franziska

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